Malossi wagt sich nun endlich auch im Schaltrollersektor an das empfindliche Thema Kurbelwelle heran. Das im Automatiktuning gesammelte Know-how fließt hier sichtbar in die Konzeption der als Vollwange designten High End Kurbelwelle ein. Schöne Details, wie die Auswuchtung mit Wolframgewichten, Feingewinde an den Kurbelwellenstümpfen sowie das angeschrägte obere Pleuelauge, zeugen vom Aufwand, den Malossi für diese Kurbelwelle betreibt.
EINSATZZWECK
Gedacht für den Einsatz mit dem Malossi eigenen, direktansaugenden 136ccm Zylinder, ist sie natürlich auch mit jedem anderen Zylinder oder Motorgehäuse kombinierbar, das nicht mehr auf die serienmäßige Einlasssteuerung mittels Drehschieber zurückgreift. Der Hub ist mit 51 mm Standard, die Pleuellänge ist mit 105 mm 8 mm länger. Damit kann ein entsprechender Zylinder oder alternativ ein entsprechend dicker Spacer am Zylinderfuß verwendet werden. In beiden Fällen sind die Überstromeingänge am Zylinder so weit vom Motorgehäuse entfernt, dass dieses nur noch sehr geringfügig angepasst werden muss.
BESONDERHEITEN
Der lichtmaschinenseitige Stumpf hat mit Ø25mm bereits den Durchmesser der PK125 ETS Kurbelwelle. Damit bietet er die stabilste Lösung zur Befestigung des Schwungrades. Abweichend von der ETS Vorlage hat die Malossi Kurbelwelle allerdings nur einen Ø22mm Wellendichtringdurchmesser. Daher wird hier ein spezieller WeDi benötigt (im Lieferumfang enthalten). Motorgehäuse, die nicht ab Werk über das große Nadellager auf der Lichtmaschinenseite verfügen, benötigen zudem noch ein spezielles Kugel- oder Rollenlager (25x47x12).
HINWEIS: Das Kurbelhaus der kleinen Motorhälfte (Lichtmaschinenseite) muss im Durchmesser vergrößert werden, um die vergrößerte Kurbelwange aufnehmen zu können.