Saisonfinale in Frankreich: 5. Lauf European Scooter Trophy & European Pitbike Trophy

Fünf Rennwochenenden, eine lange Saison - und trotzdem war vor dem Finale am 29. und 30. August in Frankreich in fast allen Klassen noch längst nichts entschieden. Genau das machte den fünften Lauf der European Scooter Trophy und European Pitbike Trophy zu einem würdigen Saisonabschluss.

Der 1,6 Kilometer lange Circuit de l'Enclos verlangte den Fahrern alles ab. Hohe Geschwindigkeiten, Windschatten, harte Bremspunkte und enge Zweikämpfe bestimmten das Wochenende. Wer hier gewinnen wollte, brauchte nicht nur Tempo, sondern auch Nerven. Und wer um die Meisterschaft kämpfte, musste manchmal genau das Gegenteil tun: den Kopf einschalten, Punkte mitnehmen und das große Ganze im Blick behalten.

Die folgenden Kapitel erzählen die Geschichten hinter den Ergebnislisten - von einem Meistertitel mit nur einem Punkt Vorsprung bis zur neuen GP-Open-Klasse, die in Frankreich endgültig gezeigt hat, welches Potenzial in ihr steckt.

K1 Rookies by Scooter-Attack - ein einziger Punkt entscheidet die Saison

Das große Duell um die Meisterschaft hieß Noah Siemer gegen Tim Zimmermann. Zimmermann war mit einem Vorsprung nach Frankreich gereist, doch ein Beinahe-Sturz im Training am Samstag hinterließ Spuren. In beiden Rennen blieb er deutlich unter dem Tempo, das er zuvor gezeigt hatte. Siemer dagegen witterte seine Chance und holte im ersten Lauf mit Platz drei bereits wichtige Punkte auf.

Ganz vorne fuhr allerdings ein anderer in einer eigenen Liga: Tim Wolke. Auf dem schnellen französischen Kurs war er der Maßstab der K1 und gewann beide Rennen. Dahinter wurde aus dem Titelkampf ein Rechenspiel, das bis in die Schlussphase des zweiten Rennens offen blieb.

Zeitweise sah alles danach aus, als könnte Siemer die Meisterschaft noch drehen. Zwischen ihm und Zimmermann lagen genügend Fahrer, um die entscheidenden Punkte zu verschieben. Dann stürzte Daniel Spiegelhoff in der Schlussphase. Der Abstand in der Ergebnisreihenfolge schrumpfte - und genau diese eine Verschiebung wurde zum entscheidenden Moment der gesamten Saison.

Am Ende trennten Zimmermann und Siemer nach fünf Rennwochenenden tatsächlich nur ein einziger Meisterschaftspunkt. 188 zu 187 - knapper kann eine Saison kaum entschieden werden.

Rennen 1 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Tim Wolke 52 25
2 Maximilian Döll 41 20
3 Noah Siemer 791 16

Rennen 2 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Tim Wolke 52 25
2 Noah Siemer 791 20
3 Mario Costanzo 425 16

Tageswertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Tim Wolke 52 50
2 Noah Siemer 791 36
3 Maximilian Döll 41 30

Meisterschaft 2026 - Klasse 1: Rookies by Scooter-Attack

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Tim Zimmermann 207 188
2 Noah Siemer 791 187
3 Tim Wolke 52 135
4 Mario Costanzo 425 113
5 Maximilian Döll 41 106

K2 Supersport - Triebs gewinnt die Rennen, Brüggeshemke die Meisterschaft

In der K2 lief alles auf das Duell Marc Brüggeshemke gegen Marcel Triebs hinaus. Brüggeshemke brachte den größeren Punktevorsprung mit nach Frankreich, doch Triebs zeigte noch einmal eindrucksvoll, warum er zu den schnellsten Fahrern der Saison gehörte.

Im ersten Rennen entwickelte sich ein intensiver Zweikampf. Triebs wurde im Verlauf immer stärker, arbeitete sich an Brüggeshemke heran und setzte sich schließlich hauchdünn durch. Die übrigen Starter der Klasse erreichten die Wertung nicht - damit waren die Punkte für die beiden Titelkontrahenten umso wertvoller.

Vor Rennen zwei war die Aufgabe für Brüggeshemke klar: sitzen bleiben, nichts Unnötiges riskieren und die Meisterschaft nach Hause bringen. Genau das tat er. Während Triebs vorne erneut eine beeindruckende Vorstellung zeigte und dem Feld davonfuhr, ließ Brüggeshemke andere Fahrer passieren und konzentrierte sich ausschließlich auf das Ziel. Kein unnötiges Risiko, keine falsche Eitelkeit - sondern Meisterschaft mit Köpfchen.

Triebs gewann auch den zweiten Lauf, Tammo Schoon folgte mit gut acht Sekunden Rückstand. Brüggeshemke wurde Dritter und sicherte damit genau die Punkte, die er brauchte. Nach einer starken Saison hieß der Meister der K2 Supersport: Marc Brüggeshemke.

Rennen 1 - Top 3 der klassifizierten Fahrer

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Marcel Triebs 313 25
2 Marc Brüggeshemke 18 20
- weitere Fahrer nicht klassifiziert - -

Rennen 2 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Marcel Triebs 313 25
2 Tammo Schoon 30 20
3 Marc Brüggeshemke 18 16

Tageswertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Marcel Triebs 313 50
2 Marc Brüggeshemke 18 36
3 Tammo Schoon 30 20

Meisterschaft 2026 - Klasse 2: Supersport

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Marc Brüggeshemke 18 178
2 Marcel Triebs 313 175
3 Tammo Schoon 30 144
4 Dustin Draht 93 117
5 Alexander Herrmann 12 103

K3 Expert by Scooter-Attack - die Königsklasse eskaliert

Wenn es beim Saisonfinale in L’Enclos eine Klasse gab, die noch einmal eindrucksvoll gezeigt hat, wofür die European Scooter Trophy steht, dann war es die K3 Expert by Scooter-Attack. Hier trafen nicht nur einige der schnellsten Scooterfahrer des Feldes aufeinander - hier wurde an diesem Wochenende tatsächlich um jeden Meter Asphalt gekämpft.

Schon vom ersten Rennen an war klar, wie eng die Leistungsdichte an der Spitze war. Doch was anschließend in den drei Rennen passierte, ließ sich kaum allein mit Zahlen beschreiben. Führungswechsel, Angriffe, Stürze, technische Probleme und jede Menge Emotionen prägten ein Wochenende, an dem zwischen Noah Lequeux, Yannick Ong, Dustin Schnelle, Henning Gras, Michael Kaufmann und Andreas Lukas praktisch nie Ruhe einkehrte.

Rennen 1 - Zentimeter entscheiden einen unglaublichen Kampf

Schon das erste Rennen entwickelte sich zu einem Vorgeschmack auf das, was die K3 an diesem Wochenende noch bereithalten sollte. Noah Lequeux und Yannick Ong lieferten sich unmittelbar nach dem Start den ersten Schlagabtausch. Lequeux kam zunächst vorne durch, doch bereits früh im Rennen gelang es Ong, die Führung zu übernehmen.

Damit war die Richtung vorgegeben: Wer hier gewinnen wollte, würde sich den Sieg erarbeiten müssen. Lequeux ließ Ong nicht davonkommen und schlug zurück. Nach wenigen Runden war die alte Reihenfolge wiederhergestellt und Lequeux zurück an der Spitze.

Doch während sich vorne Lequeux und Ong belauerten, entwickelte sich dahinter der nächste Angriff. Dustin Schnelle wurde immer stärker und arbeitete sich konsequent nach vorne. Ong musste sich schließlich nach hinten orientieren, während Schnelle immer näher an Lequeux herankam.

Spätestens in der zweiten Rennhälfte wurde daraus ein echter Zweikampf um den Sieg. Und dann begann das Spiel um Zentimeter. Schnelle suchte die Lücke, Lequeux verteidigte. Jeder Bremspunkt konnte zur Gelegenheit werden, jeder minimale Fehler hätte die Entscheidung bedeutet.

Mehrfach sah es so aus, als könnte Schnelle vorbeikommen. Noah Lequeux hielt dagegen - bis zur letzten Runde. Noch einmal holte Schnelle alles aus seinem Scooter heraus. Der Abstand schmolz, der Windschatten kam dazu und auf dem Weg zur Ziellinie wurde aus einem ganzen Rennen schließlich die Frage nach wenigen Zentimetern. Foto-Finish.

Genau diese Art von Rennen macht die Expert-Klasse aus: Fahrer am absoluten Limit und eine Entscheidung, die praktisch erst mit der Ziellinie fällt. Auch dahinter wurde gekämpft. Michael Kaufmann, Henning Gras und Andreas Lukas waren ebenfalls in intensive Positionskämpfe verwickelt.

Rennen 2 - Führungswechsel, Stürze und Emotionen

Das zweite Rennen begann zunächst mit einem starken Yannick Ong. Ong erwischte einen hervorragenden Start, übernahm unmittelbar die Spitze und konnte sich in den ersten Runden sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren.

Dahinter positionierte sich Noah Lequeux. Zunächst sah es so aus, als könne Ong das Rennen kontrollieren. Doch Lequeux begann Stück für Stück, den Abstand zu reduzieren. In Runde sechs war es schließlich so weit: Lequeux war dran, setzte seinen Angriff und übernahm die Führung.

Doch die eigentliche Eskalation spielte sich diesmal dahinter ab. Im Mittelpunkt standen Dustin Schnelle und Michael Kaufmann. Was zunächst als normaler Positionskampf begonnen hatte, entwickelte sich zunehmend zu einem der hitzigsten Duelle des gesamten Wochenendes.

Beide wollten dieselben Meter Asphalt, keiner wollte zurückstecken - und irgendwann war die Grenze erreicht. Es kam zum Sturz. Schnelle musste nach einem weiteren Sturz das Rennen schließlich vorzeitig beenden.

Auch Kaufmann erlebte ein turbulentes Rennen. Kaufmann stürzte ebenfalls und musste wertvolle Sekunden und die gerade erkämpfte Position damit abgeben. Aufgeben kam trotzdem nicht infrage: Aufstehen und weiter ging's.

Vorne blieb es ebenfalls spannend. Lequeux brachte das Rennen schließlich vor Ong nach Hause, während Gras den dritten Rang belegte und Andreas Lukas unmittelbar dahinter folgte.

Rennen 3 - Die Emotionen gehen mit auf die Strecke

Normalerweise könnte man meinen, dass sich die Gemüter nach einem solchen Rennen wieder beruhigen. Nicht in dieser K3. Die Ereignisse des vorherigen Laufes waren noch längst nicht vergessen, als das Feld zum dritten und letzten Rennen antrat. Gleichzeitig ging es nun zunehmend auch um etwas, das im Rennsport manchmal mindestens genauso wichtig ist wie Meisterschaftspunkte: Ehre.

Und wieder erwischte Yannick Ong einen hervorragenden Beginn. Ong setzte sich zunächst an die Spitze. Dahinter folgte Lequeux, während sich das restliche Feld neu sortierte. Doch erneut blieb Lequeux geduldig.

Nach einigen Runden kam der Angriff - und wieder wechselte die Führung. Lequeux zog an Ong vorbei und setzte sich an die Spitze. Danach begann sich das Rennen hinter ihm komplett neu zu sortieren.

Ong konnte seine Position nicht halten und fiel im Verlauf mehrere Plätze zurück. Gleichzeitig kamen Henning Gras und Andreas Lukas immer stärker auf und machten aus dem Kampf um die Podiumsplätze eine richtig enge Angelegenheit.

Und dann war da weiterhin das Duell Schnelle gegen Kaufmann. Die Vorgeschichte war noch präsent. Wieder trafen die beiden aufeinander, wieder wurde hart um die Position gekämpft. Dieses Mal wollte Kaufmann möglicherweise einen Tick zu viel.

Im Zuge des Duells kam es erneut zu einem Zwischenfall, Kaufmann verlor entscheidend Zeit und fiel bis ans Ende des Feldes zurück. Wichtig dabei: Er gab nicht auf. Trotz des Rückschlags brachte er das Rennen zu Ende.

Schnelle dagegen konnte sich nach den Problemen des vorherigen Rennens wieder nach vorne arbeiten. Ganz vorne behielt Lequeux die Oberhand. Dahinter folgten Henning Gras und Andreas Lukas. Ein würdiger Abschluss für ein K3-Wochenende, an dem kaum eine Runde ohne Geschichte blieb.

Noah Lequeux krönt sich zum Meister - aber diese K3 hatte mehr als einen Gewinner

Nach diesem Wochenende durfte sich Noah Lequeux #3 endgültig als Meister der K3 Expert feiern lassen. Mit 335 Punkten setzte er sich in der Jahreswertung durch. Dahinter zeigte sich aber auch, wie hoch die Qualität in dieser Klasse über die gesamte Saison gewesen war.

Wochenendwertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Noah Lequeux 3 75
2 Henning Gras 222 52
3 Yannick Ong 169 51

Meisterschaft 2026 - Klasse 3: Expert by Scooter-Attack

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Noah Lequeux 3 335
2 Henning Gras 222 252
3 Dustin Schnelle 19 240
4 Yannick Ong 169 168
5 Attila Gaspa 74 157

K4 Supramatic & Bigbore - Monaya setzt die Marke, Dürr holt den Titel

Die K4 präsentierte sich in Frankreich deutlich stärker besetzt als bei manchem vorherigen Lauf. Besonders die Gaststarter aus der Schweiz sorgten für zusätzliche Qualität. StéphaneMonaya kannte die Strecke bestens und setzte bereits im Qualifying eine absolute Bestmarke. Sein Anspruch war klar: Er wollte den Tag bestimmen.

Im ersten Rennen setzte Monaya genau dort an und fuhr dem Feld davon. Selbst Markus Dürr, der als starker Verfolger unterwegs war, fand zunächst keine Antwort. Doch dann wurde der Ehrgeiz zum Gegner: Monaya stürzte schwer, verletzte sich an der Rippe und musste seine Ambitionen auf den Tagessieg beenden.

Damit war der Weg frei für Markus Dürr. Er nutzte die Gelegenheit, gewann den ersten Lauf vor Frank Bechert und zeigte auch im zweiten Rennen eine souveräne Vorstellung. Weniger Spektakel, dafür maximale Konsequenz: führen, kontrollieren, ins Ziel bringen. Zwei Siege und am Ende der verdiente Meistertitel.

Rennen 1

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Markus Dürr 161 25
2 Frank Bechert 88 20
- StéphaneMonaya - Ausfall 14 -

Rennen 2

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Markus Dürr 161 25
2 Frank Bechert 88 20
- Valentin Steiner - DQ 39 -

Tageswertung

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Markus Dürr 161 50
2 Frank Bechert 88 40
- kein dritter klassifizierter Fahrer - -

Meisterschaft 2026 - Klasse 4: Supramatic & BigBore

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Markus Dürr 161 200

K5 Pitbike Stock by Scooter-Attack - Gras setzt das Ausrufezeichen

Henning Gras und Michael Kaufmann prägten die K5 über das Wochenende. Im ersten Lauf lagen die beiden eng zusammen; Gras setzte sich schließlich vor Kaufmann und Manuel Harsch durch. Lisa Monnet wurde nach dem Rennen wegen Unterschreitung des vorgeschriebenen Mindestgewichts disqualifiziert.

Auch im zweiten Rennen ließ Gras nichts anbrennen und holte erneut den Sieg. Dahinter wurde es dafür richtig eng: Kaufmann und Lars Weißensee lieferten sich den Kampf um Platz zwei bis zur Ziellinie. Nur ein Hauch trennte die beiden - Kaufmann rettete Rang zwei mit 0,669 Sekunden Vorsprung.

Mit zwei Siegen in Frankreich krönte Gras ein starkes Wochenende und zugleich eine starke Saison.

Rennen 1 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Henning Gras 222 25
2 Michael Kaufmann 15 20
3 Manuel Harsch 95 16

Rennen 2 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Henning Gras 222 25
2 Michael Kaufmann 15 20
3 Lars Weißensee 54 16

Tageswertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Henning Gras 222 50
2 Michael Kaufmann 15 40
3 Manuel Harsch 95 29

Meisterschaft 2026 - Klasse 5: Pitbike Stock by Scooter-Attack

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Henning Gras 222 240
2 Michael Kaufmann 15 210
3 Manuel Harsch 95 114
4 Lars Weißensee 54 111
5 Florian Bergmann 46 81

K6 GP Open by NIBBI - diese Klasse ist gekommen, um zu bleiben

Was für ein Fahrerfeld. Was für eine Mischung.

Pitbikes, unterschiedliche Konzepte und Marken - die K6 GP Open hat in ihrer Saison gezeigt, warum sie eine echte Bereicherung für die European Pitbike Trophy ist. Und in Frankreich setzte diese neue Klasse noch einmal einen drauf.

Dann kam Startnummer 311: Mathieu Bessard aus Frankreich. Im Fahrerlager bekam seine Performance schnell einen ganz eigenen Ruf - denn Bessard brachte den Asphalt sprichwörtlich zum Brennen. Für viele in der Trophy war er kein Unbekannter: Bereits 2014 war er in Juvaincourt im Umfeld der European Scooter Trophy am Start. Umso größer die Freude über das Wiedersehen.

Bessard gewann beide Läufe. Seine schnellste Runde im zweiten Rennen: 51,447 Sekunden. Damit war er rund eine Sekunde schneller als große Teile des Feldes. Doch auch dahinter war Motorsport vom Feinsten geboten.

Sandro Aebischer aus der Schweiz wurde zweimal Zweiter. Besonders stark: Nina Castellano ließ sich nicht abschütteln, blieb in Schlagdistanz und lauerte bis zum Schluss auf ihre Chance. Zweimal Platz drei gegen dieses Fahrerfeld waren ein echtes Ausrufezeichen.

Rennen 1 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Mathieu Bessard 311 25
2 Sandro Aebischer 98 20
3 Nina Castellano 2 16

Rennen 2 - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Mathieu Bessard 311 25
2 Sandro Aebischer 98 20
3 Nina Castellano 2 16

Tageswertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Mathieu Bessard 311 50
2 Sandro Aebischer 98 40
3 Nina Castellano 2 32

Meisterschaft 2026 - Klasse 6: GP-Open by NIBBI

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Lars Weißensee 154 169
2 Johannes Batsch 16 161
3 Nina Castellano 2 151
4 Eric van 't Hof 33 117
5 Florian Bergmann 46 110

K7 Beginners by NIBBI - Sicherheit vor Pokaljagd

Beginner heißt bei uns nicht langweilig - ganz im Gegenteil. Die K7 zeigte auch in Frankreich, wie viel Spannung in einer Einstiegsklasse stecken kann. Vom sehr jungen Nachwuchs bis zum völlig neuen Fahrer treffen hier unterschiedliche Erfahrungsstände aufeinander. Genau deshalb wurde das Reglement zur Saison 2026 bewusst verändert.

In der K7 gibt es keine Jahresmeisterschaft mehr. Die Fahrer kämpfen um die Tageswertung, können Erfahrungen sammeln und bei entsprechender Leistungsentwicklung in die nächste Klasse aufsteigen. Die Idee dahinter: Niemand soll aus Jagd nach einem Meisterschaftspokal künstlich in einer Einsteigerklasse bleiben, obwohl Tempo und Erfahrung längst für den nächsten Schritt reichen.

Die Änderung hat sich bewährt: Das Feld blieb kompakter und neue Fahrer konnten sich in einem passenderen Umfeld ausprobieren.

Sportlich lieferte das Rennen eine kleine Sensation. Manuel Behm führte lange und schien den Sieg bereits sicher zu haben. Doch Marla Barinsky blieb dran. Während Behm im Rennverlauf etwas nachließ, wurde Barinsky immer stärker.

Auf den letzten Metern kam sie heran - und schlug tatsächlich noch auf der Ziellinie zu. Nach zwölf Runden trennten beide gerade einmal 0,102 Sekunden. Ein Finish, das für Begeisterung sorgte.

Und dann war da René Ellenberger: Platz drei auf dem Peugeot Speedfight - stilecht in französisch anmutender Lackierung. Mehr Kult geht an einem Frankreich-Wochenende kaum.

Tageswertung - Top 3

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Marla Barinsky 30 25
2 Manuel Behm 17 20
3 René Ellenberger 272 16

Bewusste Besonderheit: In der K7 wird keine Saisonmeisterschaft geführt. Im Mittelpunkt stehen Lernen, Sicherheit und der passende sportliche Aufstieg.

K8 / K9 Endurance - Drei Stunden als Vorgeschmack auf zwölf

Das dreistündige Langstreckenrennen am Samstag war mehr als nur ein weiterer Programmpunkt. Zwölf Teams stellten sich der Herausforderung aus Tempo, Konstanz, Fahrerwechseln, Strategie und Zuverlässigkeit. Für viele war L'Enclos gleichzeitig die perfekte Generalprobe für das große 12-Stunden-Rennen auf dem Harz-Ring.

In der K8 holten die K6 Allstars mit 188 Runden den Sieg vor VART by MCKT mit 185 Runden und Pumba-Racing mit 180 Runden. In der K9 ging Duracell-Switzerland mit 189 Runden als Klassensieger hervor. Jamaica Racing folgte mit 184 Runden vor Pitlane Cruiser mit 179 Runden.

K8 - Endurance

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 K6 Allstars 261 188 Runden
2 VART by MCKT 77 185 Runden
3 Pumba-Racing 10 180 Runden

K9 - Endurance Split

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Duracell-Switzerland 98 189 Runden
2 Jamaica Racing 161 184 Runden
3 Pitlane Cruiser 24 179 Runden

Meisterschaft K8 - Endurance

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 Pumba Racing 10 97
2 RND/AK Racing 233 74
3 VART by MCKT 77 67

Meisterschaft K9 - Endurance Split

Platz Fahrer / Team Startnr. Punkte
1 CL Racing 31 90
2 Pitlane Cruiser 1 16 90
3 Peuchter Fimmel 26 63

Der Blick geht bereits nach vorn: Beim kommenden 12-Stunden-Rennen auf dem Harz-Ring am 26. September 2026 sind aktuell 17 Teams angekündigt. Nennungen sind weiterhin möglich. Wer in Frankreich Blut geleckt hat, bekommt dort die nächste - und deutlich längere - Gelegenheit.

Ein Finale, das dieser Saison würdig war

L'Enclos hat noch einmal alles gezeigt, wofür die European Scooter Trophy und European Pitbike Trophy stehen: enge Zweikämpfe, unterschiedlichste Technik, Nachwuchs und Routiniers im selben Fahrerlager, Emotionen, Rückschläge und Entscheidungen, die teilweise erst auf den letzten Metern fielen.

Ein besonderer Dank gilt allen Fahrern, Teams, Helfern, Streckenposten, Partnern und Sponsoren, die diese Saison möglich gemacht haben. Ohne euch gäbe es diese Geschichten nicht.

Nach dem Finale ist vor dem nächsten Rennen. Wir sehen uns an der Strecke.

Autor
Gast Admin